
Kanzlei für Bankrecht und Kapitalanlagerecht
Deutsche PET AG / Meerbusch insolvent!
Bei dem größten Verlust müssen wir sogleich umherschauen, was uns zu erhalten übrigbleibt.
Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832), deutscher Dichter und Jurist
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>News vom 04.04.2007<. Deutsche PET AG / Meerbusch, Insolvenzverfahren eröffnet Das Amtsgericht Düsseldorf hat am 02.04.2007 16:00 Uhr das Insolvenzverfahren über das Vermögen der insolventen Deutschen PET AG eröffnet (->Eröffnungsbeschluß). Wie bereits auf dieser Seite angekündigt, wurde Herr RA Dr. Paul Fink aus der Kanzlei Metzeler & van Betteray zum Insolvenzverwalter bestellt. Herr RA Dr. Fink war in dem Insolvenzeröffnungsverfahren bereits als Gerichtsgutachter bestellt worden und hatte in dem Gutachten festgestellt, ausreichend Insolvenzmasse (Restvermögen der Deutschen PET AG ) vorhanden ist, um die Verfahrenskosten zu tragen. Es steht damit fest, daß zumindest noch ein gewisses Restvermögen der insolventen Aktiengesellschaft vorhanden ist. Anleger müssen beachten Sie, daß bei einer etwaigen Verteilung dieses Restvermögens an die Gläubiger ausschließlich Gläubiger berücksichtigt werden, die ihre Forderungen zur Insolvenztabelle angemeldet haben. Die Frist zur Forderungsanmeldung hat bereits begonnnen. Um fehlerhafte oder verspätete Forderungsanmeldungen mit der möglichen Folge der Nichtberücksichtigung bei der Verteilung des Restvermögens zu vermeiden, wird geschädigten Anleger dringend empfohlen umgehend der Kanzlei MERTENS Rechtsanwälte mit diesem
Kontaktformular
ein E-Mail senden, um ihre Rechte in der Insolvenz der Deutschen PET AG zu wahren. Die Kontaktaufnahme ist noch keine kosten-auslösende Beauftragung der Kanzlei MERTENS Rechtsanwälte. Welche Kosten im Falle der Beauftragung anfallen würden, können Sie mit dem Kontaktformular ebenfalls erfragen.
>News vom 02.04.2007< Eröffnung des Insolvenzverfahrens unmittelbar bevorstehend Nach Auskünften des nunmehr zuständigen Rechtspflegers Herrn Erdmann steht die Eröff-nung des Insolvenzverfahrens über das Vermögen der Deutschen PET AG unmittelbar bevor. Lediglich die gesetzlich zwingend vorgeschriebene Versammlung der Schuldverschreibungsgläubiger bereitet noch kleinere organisatorische Schwierigkeiten. Innerhalb der nächsten 1-2 Wochen ist aber mit der Eröffnung zu rechnen. Zum Insolvenzverwalter wird, aller Voraussicht nach, Herr RA Dr. Paul Fink aus der Kanzlei Metzeler & van Betteray bestellt werden. Herr RA Dr. Fink war in dem Insolvenzeröffnungs-verfahren bereits als Gerichtsgutachter bestellt worden und hatte sich in dem Gutachten für die Durchführung des Insolvenzverfahrens ausgesprochen, da ausreichend Insolvenzmasse (Restvermögen der Deutschen PET AG ) vorhanden ist, um die Verfahrenskosten zu tragen. Es steht damit fest, daß zumindest noch ein gewisses Restvermögen der insolventen Aktiengesellschaft vorhanden ist.
>News vom 26.11.2006> Deutsche PET AG insolvent. Die Deutsche PET AG mit Sitz in Meerbusch bei Düsseldorf hat, nach einer Meldung der Süddeutschen Zeitung vom 06.12.2006, am 24.11.2006 Insolvenz angemeldet. Etwa 100 Aktionäre mit Aktien im Wert von rund 333.000 € und etwa 300 Käufer von Inhaberschuldverschreibungen im Wert von über 4,0 Mio.€ sind geschädigt. Der Vorstand der Aktiengesellschaft begründete den Insolvenzantrag in einem Schreiben an die Anleger mit einer problematischen Beteiligung an der
ECO-Pack-GmbH/ Merseburg (vormals: Euro-PET Merseburg GmbH), die sog. Preforms für die Getränkeindustrie herstellt. Preforms sind die Rohlinge (Vorformlinge), aus denen von den Getränkeher-stellern die (PET-) Flaschen erst noch abschließend hergestellt und an-schließend befüllt werden. Die Deutsche PET AG begründete ihr Investment noch im Dezember 2005 mit hoher Nachfrage der Getränkeindustrie nach den Rohlingen. Man wollte „an der positiven Marktentwicklung erheblich partizipieren“. Warum aber ein zahlungskräftiger Getränkehersteller die Rohlinge nicht gleich auf geleasten Maschinen selbst herstellen kann oder aber weiterhin billig importieren, sondern statt dessen die Preforms bei der ECO Pack teuer einkaufen soll, blieb offen.
Es wird die Anleger kaum trösten, daß neben der Deutschen PET AG auch die First Real Estate Grundbesitz GmbH wegen ihres Engagements bei der ECO-Pack-GmbH in Zahlungsschwierigkeiten geraten ist und ihre Anleger um die Stundung fälliger Anleihen bitten mußte und für die Sanierung der ECO Pack GmbH über 3 Mio. € veranschlagt.
Zweifel an dem Finanzgebaren der insolventen Deutsche PET AG waren aber schon eher angebracht. In einer Pressemitteilung der vom 28.12.2005 teilte die Deutsche PET AG mit sie habe sich an PCT Plastic Compounds Technologies GmbH beteiligt. Die PCT GmbH sollte aus recycelten Plastikmüll in einer noch zu eröffnenden Produktionsstätte in Griechenland (Plastik-) Pflastersteine produzieren. Zu Finanzierung dieser Produktion „sollen EU-Gelder in Höhe von 16 Millionen € frei gegeben werden“. Wer, wann aufgrund welchen Subventionsbescheids und von wem die Millionen „freigegeben“ werden, erfährt man allerdings nicht. Merkwürdig!
Sehr merkwürdig ist auch, daß Börse-online (Heft 31/2004) schon im Jahre 2004 berichtete, daß die Deutsche PET AG anläßlich ihrer damaligen Aktienemission kein Aktienprospekt bei der BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) hinterlegte. Noch merkwürdiger ist auch die Festlegung eines Emissionspreises von 15,00 € pro Aktie,. Noch im Frühjahr 2004 wurden, berichtet Börse-online, eigene Aktien von der Gesellschaft (damals noch als Deutsche Internet AG /Frankfurt firmierend) zum Preis von lediglich 3,00 € veräußert. Verantwortlich für die Insolvenz der Deutsche PET AG soll aber nur die ECO-Pack-GmbH sein, oder wo immer der Vorstand Deutsche PET AG die Gelder der Anleger gelassen hat.
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